Packen passiert abends, und zwar wochenlang
Der Umzugstag dauert einen Tag, das Packen dauert einen Monat. Diese Rechnung geht in fast jedem Haushalt zuerst schief: Der Termin steht, die Kartons stehen auch, aber gefüllt werden sie zwischen Abendessen und Nachrichten, und das sind an einem guten Abend vier Kartons.
Ein Haushalt mit drei Zimmern braucht ungefähr sechzig bis achtzig Kartons. Bei vier Kartons am Abend sind das reichlich drei Wochen, und zwar drei Wochen ohne Ausfall. Wer das vorher weiß, fängt früh an oder bucht Hände für den Teil, der liegen bleibt.
Am sinnvollsten ist die Aufteilung. Der Haushalt packt, was er kennt: Kleidung, Bücher, Spielzeug, Papiere. Die Kräfte nehmen, was Zeit kostet und Routine braucht: Geschirr, Gläser, Bilder, Lampen, die Küche. Diese Sachen sind in der Hand von jemandem, der sie jeden Tag packt, in einem Bruchteil der Zeit verstaut.
Was Kräfte an einem Nachmittag wegpacken
Der Einpackservice wird je Kraft und Stunde gerechnet: 25 € je Stunde im Tagfenster, 28 € je Stunde im Randfenster, 31 € je Stunde im Wochenendfenster. Material steht getrennt daneben, weil der Bedarf erst beim Packen sichtbar wird.
Eine übliche Buchung sind zwei Kräfte für einen halben Tag. Im Tagfenster kostet das 200 €, im Wochenendfenster 248 €. Der Unterschied zwischen beiden beträgt 48 €, und hier fällt die Entscheidung für den Samstag leichter als beim Umzug selbst: Beim Packen muss niemand aus dem Haushalt dabeistehen und Fragen beantworten.
Für einen kurzen Abendeinsatz liegt die kleinste Buchung bei 2 Stunden. Zwei Kräfte kosten dafür im Randfenster 112 €. Das reicht für die Küche eines Paarhaushalts, nicht für die eines Hauses.
Praktisch schafft eine geübte Kraft in einer Stunde etwa sechs bis acht Kartons mit gemischtem Inhalt, bei Geschirr weniger, bei Büchern mehr. Rechnen Sie an der eigenen Abendleistung nach, dann sehen Sie schnell, welcher Teil sich lohnt.
Leihen oder kaufen: die Rechnung für 30 Kartons
Ein Umzugskarton kostet im Verleih 0,80 € je Stück und Woche, im Kauf 1,70 € je Stück. Bei 30 Kartons sind das 24 € für eine Leihwoche, 48 € für zwei Wochen und 72 € für drei Wochen. Gekauft kosten dieselben 30 Kartons 51 €.
Daraus folgt eine klare Grenze: Bis zu zwei Leihwochen ist das Leihen günstiger, ab der dritten Woche das Kaufen. Weil die meisten Haushalte drei bis vier Wochen packen, greifen die meisten zum Kauf. Wer dagegen erst eine Woche vor dem Termin anfängt und schnell arbeitet, leiht und gibt zurück.
Die Spezialverpackungen sind fast immer Leihsache. Vier Kleiderboxen für eine Woche kosten 12,80 €; Kleidung wandert darin auf dem Bügel hinein und am Ziel direkt in den Schrank, was einen halben Abend spart. Packpapier liegt bei 13 € und reicht für etwa 25 Kartons Geschirr.
Material, das Haushalte am häufigsten bestellen
- Umzugskarton zum Leihen: 0,80 € je Stück und Woche, kleinste Menge 10 Stück.
- Umzugskarton zum Kauf: 1,70 € je Stück, zweiwellig und für 40 kg ausgelegt.
- Kleiderbox zum Leihen: 3,20 € je Stück und Woche, nimmt rund 15 Bügel auf.
- Packpapier für Geschirr und Gläser: 13 € für 10 kg.
- Luftpolsterfolie für Bilder und Bildschirme: 18 € für 50 m.
- Möbeldecke zum Leihen: 2,20 € je Stück und Woche, gesteppt und groß genug für eine Schrankseite.
Die Reihenfolge, in der eine Familie packt
Wer bei der Küche anfängt, packt dreimal: einmal ein, einmal aus, weil man kochen muss, und einmal wieder ein. Die Reihenfolge ist deshalb keine Geschmacksfrage, sondern das Einzige, was einen Packmonat erträglich macht.
Die Regel lautet: von dem, was niemand braucht, zu dem, was alle täglich brauchen. Keller und Dachboden ganz am Anfang, das Kinderzimmer möglichst spät, Küche und Bad am Vorabend.
Vier Wochen in vier Schritten
- Vierte Woche vor dem Termin: Keller, Dachboden und alles, was ein Jahr unberührt stand.
- Dritte Woche: Bücher, Bilder, Deko, Vorräte und die Hälfte der Kleidung.
- Zweite Woche: Geschirr, Gläser und was im Wohnzimmer nicht mehr gebraucht wird.
- Letzte Woche: der Rest der Kleidung, das Kinderzimmer und die Spielsachen.
- Am Vorabend: Küche, Bad und eine Kiste mit allem für die erste Nacht.