Ein Betrieb zieht nicht an einem Stück um
Bei fünf Arbeitsplätzen ist der Umzug ein Abend. Bei fünfzig ist er ein Plan. Der Unterschied liegt nicht am Volumen, sondern daran, dass ein Betrieb dieser Größe nie als Ganzes stillstehen kann: Der Versand muss die Sendungen des Tages noch rausbringen, die Werkstatt hat Aufträge zugesagt, und der Empfang ist die Nummer, die auf Ihrer Website steht.
Betriebe dieser Art sitzen im Gewerbegebiet an der A9 in Eching, im Bürostandort Hallbergmoos-Goldach und in den Gewerbegebieten von Ismaning. Über die A99 und die A92 sind sie von unserem Sitz aus in kurzer Zeit erreicht, und das ist bei mehreren Terminen in einer Woche mehr als eine Nebensache.
Deshalb teilen wir große Aufträge in Wellen. Eine Welle ist ein Abschnitt, der an einem Termin komplett über die Bühne geht und am nächsten Morgen arbeitsfähig ist. Welche Abteilung in welcher Welle fährt, entscheiden Sie; wir sagen, wie viele Wellen Besetzung und Wagen hergeben.
Zwei Wellen sind bei einer Abteilung von 26 bis 50 Plätzen der Normalfall: einmal die Hälfte, die ohne den Rest arbeiten kann, und einmal der Rest. Drei und vier Wellen kommen vor, wenn Lager und Werkstatt dazugehören.
Lager, Werkstatt und Versand haben andere Fenster als das Büro
Ein Schreibtisch ist am Freitagabend leer. Ein Lager ist es nicht. Regale werden leergeräumt, bevor sie zerlegt werden können, und das Leerräumen dauert länger als der Transport. Dafür ist das Wochenendfenster da: Samstag und Sonntag, 8 bis 17 Uhr, und das an einem Stück.
Das Büro kommt dagegen meist mit dem Randfenster hin, also Montag bis Freitag, 6 bis 8 und 17 bis 21 Uhr. Die Mitarbeiter gehen um fünf, um halb sechs stehen wir im Flur, und am nächsten Morgen sitzt die Abteilung an der neuen Adresse. Welche Spalte für welche Welle gilt, steht Welle für Welle im Angebot.
Die Werkstatt ist der Teil, den wir uns beim Rundgang am längsten ansehen. Was dort steht, ist oft schwer, oft verschraubt und manchmal an eine Absaugung oder einen Druckluftanschluss angebunden. Wir bauen ab und auf, was ohne Eingriff in die Haustechnik abgeht; alles andere bleibt Sache des Herstellers oder Ihres Handwerkers, und das sagen wir vor dem Termin und nicht am Termin.
Wie der Betrag für eine Welle entsteht
Gerechnet wird je Welle, und zwar nach Arbeitsplätzen und nach dem Fenster. Für 26 bis 50 Arbeitsplätze nennt die Tafel im Tagfenster ab 3.290 €, im Randfenster ab 3.659 € und im Wochenendfenster ab 4.019 €. Zwischen der ersten und der letzten Spalte liegen 729 Euro.
Ob sich das Teilen lohnt, lässt sich ausrechnen. Die Zeile für 13 bis 25 Arbeitsplätze nennt im Tagfenster ab 1.790 €. Eine erste Welle dieser Größe und eine zweite Welle dieser Größe ergeben zusammen 3.580 Euro. Die Zeile für 26 bis 50 Plätze in einem Zug liegt im selben Fenster um 290 Euro darunter.
Das heißt nicht, dass ein Zug immer besser ist. Zwei Wellen kosten etwas mehr und halten den Betrieb am Laufen; ein Zug ist günstiger und legt ihn für einen Termin still. Welche der beiden Rechnungen aufgeht, hängt an Ihrem Betrieb und nicht an unserer Tafel.
Dazu kommt, was nicht nach Arbeitsplätzen geht. Ein zweiter Transporter auf derselben Tour steht im Tagfenster mit 15 € je Stunde in der Tafel und ist nur zusammen mit dem ersten Wagen buchbar. Die Entsorgung von Altmobiliar rechnen wir nach Aufwand ab, Deponiegebühren reichen wir durch.
Wenn der Betrieb eine Woche an zwei Adressen arbeitet
Bei mehreren Wellen gibt es immer eine Phase, in der beide Adressen besetzt sind. Das ist keine Panne, sondern der Preis dafür, dass niemand komplett stillsteht. Wichtig ist nur, dass in dieser Phase klar ist, wo was steht.
Wir nummerieren dafür nicht die Kartons, sondern die Plätze und die Räume, und zwar auf beiden Seiten. Jeder Karton trägt die Nummer seines Ziels, und am Zielort hängt der Plan mit denselben Nummern an der Wand. Wer am Dienstag etwas sucht, sucht eine Nummer und keinen Stapel.
Was zwischen zwei Wellen nirgends hin kann, geht ins Lager. Wir holen es ab, stellen es ein und bringen es zum verabredeten Tag an die neue Adresse; die Lagerbox wird nach Tagen gerechnet und hängt nicht am Arbeitsfenster. Aktenbestände lagern wir je laufender Meter Regal und auf Abruf zugänglich.