Wie viele Tage muss die Familie dafür freimachen
Ein Fernumzug kostet einen Haushalt nicht einen Tag, sondern zwei. Am ersten steht jemand in der alten Wohnung, während geladen wird. Am zweiten muss an der neuen Adresse jemand aufschließen, einweisen und am Abend sagen, wo das Bett steht. Zwischen beiden liegt die Fahrt, und die läuft ohne Sie.
Dass es zwei Tage sind, hängt an der Strecke. Nürnberg, Stuttgart, Berlin, Hamburg: Bei diesen vier Zielen werden Beladetag und Entladetag getrennt geplant. Nach Berlin etwa sind es 566,9 km, und hin und zurück wären das 11 Stunden 12 Minuten reine Fahrzeit. Das passt in keinen Arbeitstag, und es soll auch nicht.
Bei den näheren Zielen geht beides an einem Datum. Dachau, Freising, München, Landshut, Ingolstadt, Augsburg, Rosenheim, Regensburg liegen innerhalb der Entfernung, bei der am Vormittag geladen und am Nachmittag entladen wird. Dann braucht der Haushalt nur einen Tag, und der ist frei wählbar.
Das Fenster hängt am Beladetag: 200 € Unterschied bei kleiner Ladung
Bis 15 m³ Ladung kostet die Strecke im Tagfenster ab 1.390 €, im Randfenster ab 1.490 € und im Wochenendfenster ab 1.590 €. Der Abstand vom Werktag zum Wochenende beträgt 200 €, der vom Werktag zum Abend 100 €.
Hier lohnt die Rechnung besonders. Weil ohnehin zwei Tage gebraucht werden, entscheidet die Spalte darüber, ob es zwei Urlaubstage sind oder einer. Wird am Samstag beladen, bleibt der Urlaubstag für den Zieltag übrig, und Sie zahlen dafür 200 €. Halten Sie diese Summe gegen einen freien Tag, dann steht die Antwort.
Bei größeren Ladungen wächst der Abstand. Bis 40 m³ stehen ab 1.890 € gegen ab 2.160 €, das sind 270 €. Ab 70 m³ sind es 350 € zwischen Werktag und Wochenende. Bei vollen Haushalten fällt die Entscheidung deshalb meistens doch auf den Werktag.
Im Angebot steht nicht nur der Betrag, sondern auch das Fenster, auf das er sich bezieht. Fällt der Termin später in ein anderes Fenster, bekommen Sie den neuen Betrag zur Bestätigung, bevor irgendetwas gebucht ist.
Beiladung: kleine Ladung, beweglicher Tag
Die Beiladung ist der Fall, in dem der Kalender weiter gefasst ist als der Geldbeutel. Ihre Ladung fährt dabei nicht allein, sondern teilt den Laderaum mit einer anderen. Das drückt den Betrag, kostet aber die Festlegung auf ein Datum: Zugestellt wird innerhalb einer Spanne von Tagen, nicht an einem bestimmten Nachmittag.
Sinnvoll ist das ab einem Zimmer und bis etwa 15 m³, also genau der Zeile, die mit ab 1.390 € im Tagfenster beginnt. Typisch sind das Studium in einer anderen Stadt, ein Umzug in eine möblierte Wohnung oder der Teil eines Haushalts, der in ein Haus der Familie geht.
Für Haushalte mit Kindern und Schulanfang ist die Beiladung meistens die falsche Wahl, weil der Zustelltag feststehen muss. Für einen Einzelhaushalt, der ein paar Tage auf einer Matratze schlafen kann, ist sie der günstigste Weg über eine lange Strecke.
Was am Zielort geklärt sein muss, bevor der Wagen losfährt
Der Beladetag liegt bei Ihnen und ist deshalb planbar. Der Entladetag liegt in einer Stadt, die Sie noch nicht kennen, und dort entstehen die Verzögerungen. Wer am Zielort den Zugang vorher klärt, spart sich Stunden, die sonst am Bordstein verstreichen.
Besonders wichtig ist eine erreichbare Telefonnummer am Ziel, auch wenn Sie selbst mitfahren. Wenn die Fahrt sich um eine Stunde verschiebt, wird genau diese Nummer angerufen, und zwar unterwegs und nicht am nächsten Tag.
Vor dem Beladetag am Ziel geklärt
- Wer schließt auf, und ab welcher Uhrzeit ist diese Person da.
- Stockwerk, Aufzug und ob der Aufzug für Möbel freigegeben ist.
- Wo der Wagen halten darf und wie weit der Weg von dort zur Tür ist.
- Ob die Hausordnung Ruhezeiten vorschreibt, die den Nachmittag begrenzen.
- Eine Telefonnummer am Ziel, die am Entladetag auch abgenommen wird.